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Frischer Wind: Wie Du die Motivation in Deinem Praxisteam belebst

Motivation im Praxisteam: Mit diesen fünf Impulsen bringst Du nach 20 Jahren frischen Wind in Deine Physiotherapiepraxis.
Leadership e gestione dello studio
Physiotherapeuten einer Partnerpraxis von Swiss Physio Partner besprechen gemeinsam neue Ideen

Wann hat Dich in Deiner eigenen Praxis zuletzt etwas überrascht?

Nach 15 oder 20 Jahren kennst Du jeden Ablauf. Du weisst, wer am Montagmorgen knapp dran ist, welche Patienten den Donnerstagstermin wollen und wo die Therabänder liegen. Dieses Wissen hast Du Dir über viele Jahre aufgebaut. Es gibt Dir Sicherheit und trägt Dich durch volle Wochen. Und es ist die beste Grundlage für etwas, das jede Praxis lebendig hält: Neugier.

Genau hier setzt die Motivation im Praxisteam an. Sie wächst, sobald Du und Dein Team gemeinsam Neues entdeckt. Das Schöne daran: Für frischen Wind reichen kleine Impulse. Und die holst Du gezielt in Deine Praxis.

Routine schafft Sicherheit. Neue Impulse schaffen Motivation.

Routine ist eine Stärke. Sie spart Kraft, weil Du viele Entscheidungen längst getroffen hast. Die Behandlungen laufen gut, die Teamsitzungen laufen gut, alles läuft. Damit aus dieser Sicherheit auch Begeisterung wächst, braucht Dein Team regelmässig frische Impulse.

Dass sich das lohnt, zeigen die Zahlen. Laut dem Gallup-Report «State of the Global Workplace 2026» erleben weltweit nur 20 Prozent der Beschäftigten echtes Engagement bei der Arbeit. Ein engagiertes Team ist also ein echter Vorsprung. Gerade in kleinen Teams macht das einen grossen Unterschied. Im Teammeeting, wenn jemand eine eigene Idee mitbringt. Auf der Trainingsfläche, wenn ein Therapeut den Kollegen eine neue Übung zeigt.

Das Besondere daran: Auch Du als Inhaber gehörst zu diesem Team. Bei Führungskräften liegt das Engagement laut Gallup bei 22 Prozent. Deine Energie wirkt deshalb doppelt: Wenn Du mit Freude bei der Sache bist, spürt Dein Team es zuerst.

Fünf Impulse, die frischen Wind in Deine Praxis bringen 

Wo fängst Du am besten an? Fünf Wege bewähren sich in Praxen immer wieder. Sie kosten wenig. Vor allem brauchen sie eines: Deine bewusste Entscheidung. Zu jedem Impuls findest Du einen ersten Schritt, mit dem Du nächste Woche startest.

1. Schau über den Tellerrand 

Der Blick in eine andere Praxis bringt Dir am schnellsten neue Ideen. Wie organisiert ein Kollege seine Terminplanung? Wie setzt ein anderes Team die Trainingstherapie um? Ein halber Tag Hospitation bringt Dir mehr als ein ganzes Fachbuch, weil Du die Ideen direkt im Alltag erlebst. Und Deine Erfahrung ist für die Kollegen genauso wertvoll. Deswegen legen wir im Rete SPP so viel Wert auf den Austausch zwischen den Praxen.

Dein erster Schritt: Ruf einen Kollegen an und frag, ob Du einen halben Tag bei ihm mitlaufen darfst. Nimm einen Therapeuten aus Deinem Team mit. Zu zweit seht Ihr mehr und bringt die Ideen gemeinsam zurück.

2. Lass Dein Team Neues ausprobieren

Gib einem Therapeuten den Auftrag, einen neuen Ansatz zu testen und dem Team vorzustellen. Ein neues Gruppenangebot, ein digitales Übungsprogramm oder eine Methode aus der letzten Weiterbildung. Das Schöne daran: Wer etwas vorstellen darf, trägt Verantwortung. Und Verantwortung motiviert.

Dein erster Schritt: Frag im nächsten Teammeeting: «Was wolltest Du schon lange einmal ausprobieren?» Wählt gemeinsam eine Idee aus und gebt ihr einen Monat Testlauf. Trag gleich den Termin ein, an dem Ihr die Erfahrungen besprecht.

3. Mach aus jedem Kurs eine Mini-Weiterbildung

Weiterbildung wirkt doppelt, wenn das Wissen im ganzen Team ankommt. Plane nach jedem Kurs 20 Minuten im Teammeeting ein, in denen der Therapeut das Wichtigste weitergibt. Am besten praktisch: mit dem Theraband in der Hand oder direkt an der Liege. So wächst das ganze Team mit. Und wer den Kurs besucht hat, erlebt Wertschätzung.

Dein erster Schritt: Reservier im nächsten Teammeeting 20 Minuten für den Therapeuten, der zuletzt einen Kurs besucht hat. Sag ihm früh genug Bescheid, damit er sich vorbereiten kann.

4. Hol Dir einen Blick von aussen

Nach 20 Jahren in denselben Räumen kennst Du jeden Winkel. Ein Blick von aussen ergänzt dieses Wissen um eine neue Perspektive. Ein Kollege, ein Coach oder ein Sparringspartner stellt Dir Fragen, mit denen Du Vertrautes neu siehst. Warum machen wir das so? Was würde ein neuer Therapeut hier als Erstes ausprobieren? Solche Fragen öffnen Türen.

Dein erster Schritt: Lade einen Kollegen für eine Stunde in Deine Praxis ein. Geht gemeinsam den Weg, den ein Patient geht: vom Empfang über den Wartebereich bis auf die Trainingsfläche. Und frag Deinen neuesten Therapeuten nach seinen ersten Eindrücken. Er sieht Deine Praxis mit frischen Augen.

5. Mach kleine Veränderungen sichtbar

Frischer Wind entsteht in vielen kleinen Schritten. Ein neu gestalteter Pausenraum. Ein neues Angebot. Eine Teamidee, die Ihr gemeinsam umsetzt. Zeig diese Schritte und freu Dich mit Deinem Team darüber. Das stärkt das Gefühl: Hier bewegt sich etwas.

Dein erster Schritt: Starte das nächste Teammeeting mit einer Frage: «Was haben wir diesen Monat Neues gemacht?» Halte die Antworten auf einem Flipchart im Pausenraum fest. So wächst über die Monate eine Liste, die Euch allen zeigt, wie viel Ihr bewegt.

Als Praxisinhaber schaffst Du den Raum für Neues

Das bedeutet für Dich konkret: Du schaffst den Raum, in dem Neues entsteht. Dein Team füllt ihn mit Ideen. Deine Rolle wächst vom Macher zum Ermöglicher. Und dafür bist Du nach 20 Jahren bestens gerüstet, weil Du Deine Praxis und Dein Team kennst wie kein anderer.

Kurz gesagt: Routine gibt Dir Sicherheit. Neue Impulse geben Dir und Deinem Team Energie. Beides zusammen macht eine Praxis stark, gerade nach 20 Jahren.

Such Dir einen der fünf Impulse aus und nimm den ersten Schritt in Dein nächstes Teammeeting mit. Und wenn Du Dich mit anderen Praxisinhabern austauschen möchtest, sprich uns an. Wir tauschen uns gerne mit dr aus.

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